Herzlich willkommen bei GEVITA

Covid-19-Krisenbewältigung:

Forderungen aus der Pflegepraxis helfen ...

Covid-19-Krisenbewältigung:

Forderungen aus der Pflegepraxis helfen ...

Die GEVITA ist Betriebsträgerin in der Altenhilfe und betreibt seit über einem Vierteljahrhundert Pflegeheime, Wohnungen im "PflegeWohnen", bietet Dienstleistungen durch ihre "Ambulanten Dienste" und eröffnet Bewohnerinnen und Bewohnern und Kunden die fakultative Inanspruchnahme vielfältiger Dienstleistungen, von der Grund- und Behandlungspflege, niederschwelligen Betreuungsleistungen, der Speisen- und Getränkeversorgung bis hin zu hauswirtschaftlichen und haustechnischen Leistungen.

Durch unsere Erfahrungen der letzten Wochen im Umgang mit der Corona-Krise haben wir eine Reihe von Überlegen formuliert, mit denen wir den Umgang mit und den Schutz vor der Pandemie verbessern helfen möchten.

Wir richten unsere Forderungen, unseren Appell und unser Hilfeersuchen an …
… die Politik,
… die Kassenärztlichen Vereinigung / die gesetzliche Krankenversicherung
… die behandelnden Ärzte
… die in der Pandemie Verantwortung tragenden Behörden

 

Wir danken für Ihre Stimmen zu unseren Forderungen. Bleiben Sie gesund und achten Sie auf Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitmenschen.

 

GEVITA-Unternehmensgruppe

M. Hünninger
-Geschäftsführung-

 

Der Verfasser ist Geschäftsführer der GEVITA-Unternehmensgruppe. Ehrenamtlich ist er Vorsitzender der Fachgruppe stationäre und teilstationäre Altenhilfe im Bereich "Ältere Menschen und Pflege" im PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Landesverband BW und Mitglied des Fachbeirates des PARITÄTISCHEN.

Unsere Forderungen

1. Covid-19-Testverfahren

a. Wir fordern:
Bereits bei ersten Anzeichen auf Verdacht einer Infizierung mit dem SARS-CoV-2 Virus eine unverzügliche Reihentestung in den Altenhilfeeinrichtungen, insbesondere Pflegeheimen! Dies muss auf Initiative der Verantwortlichen in den Altenhilfeeinrichtungen und in Abstimmung mit den Ärzten/Betriebsärzten erfolgen!

b. Wir fordern:
Einbeziehung der Mitarbeitenden und der Bewohner*innen in den Wohnbereichen, Geschossen oder Gebäuden, nach Einschätzung der Verantwortlichen der Altenhilfeeinrichtungen, in Abstimmung mit den Ärzten!

c. Wir fordern:
Die Analyse der Abstriche der Reihentestungen mit absoluter Dringlichkeit und bevorrechtigt von den zugelassenen Laboren auf den Infektionsstatus prüfen zu lassen und die Ergebnisse sofort direkt oder via Arzt an die Einrichtungen zu geben.
Für die vollstationären Einrichtungen der Altenhilfe, aber auch für ambulant betreute Wohngemeinschaften oder Gebäude mit „Service Wohnen“ ist es von essentieller Bedeutung, Bewohner*innen und Mitarbeitende vor der Gefahr einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu schützen!
Eine unkontrollierte und nicht rechtzeitig wahrgenommene Ausbreitung muss mit aller Entschiedenheit verhindert werden.
Heimaufsichten und Gesundheitsämter fordern im Zusammenwirken mit den Kassenärtlichen Vereinigungen (KV) und der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die erforderlichen Regelungen herbeizuführen und bisher anderslautende Auffassungen und Blockadehaltungen zu revidieren.

2. Bescheinigung zur Anerkennung von Quarantänezeiten

a. Wir fordern Ärzte und KV auf:

Sich bei Krankschreibungen von Mitarbeitenden, insbesondere bei Beschäftigung in systemkritischen Infrastruktureinrichtungen, an die Vorgaben der GKV zu halten.
Das entsprechende Rundschreiben finden Sie hier.
Ist der Patient vermutet an dem Virus "SARS-CoV-2" erkrankt, jedoch asymptomatisch, erfolgt keine Krankschreibung sondern eine Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Wird für den Patienten aus infektionsschutzrechtlichen Gründen die Quarantäne angeordnet, ist dann keine AU auszustellen, wenn der Patient keine Symptome zeigt.
Ist der Patient auf den Virus "SARS-CoV-2" positiv getestet worden, zeigt jedoch keine Symptome, wird seitens des Arztes keine AU ausgestellt.
In allen Fällen, in denen keine AU auszustellen ist, sind die behandelnden Ärzte aufgefordert, die entsprechenden Meldung an das zuständige Gesundheitsamt zu erstellen.

b Wir fordern:
einen achtsamen Umgang bei telefonisch erbetenen Krankschreibungen (lt. BKV & GKV aktuell) für bis zu 7 Tage (mit Verlängerungsoption um weitere 7 Tage), wenn der Anrufende in einer systemkritischen Infrastruktureinrichtung beschäftigt ist.
"Quarantäne" und "AU" sind zu unterscheiden und differenziert zu behandeln.

3. Öffnung der Not- Betreuungseinrichtungen für Kinder Alleinerziehender Eltern

a. Die anhaltende Dauer der Covid-19- Krise stellt immer mehr alleinerziehende Mütter und Väter vor die Frage, wie und wer ihre Kinder im Grundschulalter und darunter betreut.
Urlaube, Abbau von Mehrarbeitsstunden und sonstige Freistellungen durch die Arbeitgeber sind nach über 6 Wochen des "shut- down" vielfach aufgebraucht. Homeoffice ist nicht immer möglich und bei betreuungspflichtigen Kindern in derselben häuslichen Umgebung vielfach nicht machbar. Die zugelassenen Not-Betreuungsunterkünfte für diese Altersgruppe haben vielfach Kapazitäten offen, die dieser Elterngruppe geöffnet werden könnte.

b. Wir fordern:
Mütter und Väter, die alleinerziehend sind und mit Ihren Kindern in einem Haushalt ohne Partner oder helfende Dritte leben, müssen die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder bis einschließlich dem Grundschulalter kostenfrei in die vorhandenen Not- Betreuungsunterkünfte geben zu können. Die Notbetreuung soll mindestens den Umfang haben, den die Alleinerziehenden bisher vereinbart / in Anspruch genommen haben.

4. Aufhebung Tätigkeitsverbot für Mitarbeitende mit erkennbar gebildeten Sars-CoV-2- Antikörpern

a. Mitarbeitenden in systemkritischen Infrastruktureinrichtungen, die sich freiwillig bereit erklären, wieder in den Arbeitsalltag einsteigen zu wollen, muss die Möglichkeit hierzu gegeben werden, wenn:

  • sich ausreichend Antikörper gebildet haben und nach ärztlicher Untersuchung labortechnisch nachgewiesen sind
  • die Mitarbeitenden keine Covid-19 Symptome haben
  • ein laufendes Selbstmonitoring dienstlich angeordnet und die Einhaltung sichergestellt ist
  • ein Mund-Nasen-Schutz während den Dienstzeiten getragen wird.

b. Verzicht von Mehrfachtestungen von Mitarbeitenden bei nachgewiesener ausreichender Antikörperbildung zu Sars-CoV-2-Viren. Damit soll eine verzögerungsfreie Wiederaufnahme der Tätigkeit in den kritischen Infrastruktureinrichtungen möglich werden.